Materialien und Chemikalien
Um Kleidung herzustellen, braucht es Rohstoffe, Wasser, Energie und Chemikalien. Vom Anbau der Fasern über das Färben der Stoffe bis zur Veredelung der Kleidung: Jeder Schritt hat Auswirkungen auf die Umwelt. Hier erfährst du, welche Materialien wir verwenden, welche Anforderungen wir an unsere Lieferanten stellen und wie wir den Einsatz von Chemikalien kontrollieren.
Materialien
Um unsere Einkaufsentscheidungen zu unterstützen, nutzen wir die Modint Fiber Matrix (MFM). Sie ordnet Fasern anhand verschiedener Umweltkriterien ein und hilft uns, bei der Materialauswahl Prioritäten zu setzen. Wir verwenden einige Materialien, die nicht in der MFM aufgeführt sind, und haben diese in der Liste als „konventionell“ eingestuft. Außerdem haben wir die Materialien ergänzt, die wir ausdrücklich nicht verwenden. Wir aktualisieren die Liste laufend anhand der Standards und Entwicklungen in der Branche.
Im Jahr 2025 fielen 78 % der von uns verwendeten Materialien in die Kategorien „preferred“, „better“ oder „best“ der Modint Fiber Matrix.
Bio-Baumwolle
- Bio-Baumwolle wird nach den Vorgaben des ökologischen Landbaus angebaut, die den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln einschränken.
*Weitere Informationen zu den Umweltauswirkungen des Baumwollanbaus findest du hier.
Better Cotton Initiative
America Today ist seit Juni 2018 stolzes Mitglied von Better Cotton. Better Cotton schult Landwirte darin, Wasser effizient zu nutzen, die Bodengesundheit und die natürliche Umwelt zu schützen, den Einsatz schädlicher Chemikalien zu reduzieren und die Grundsätze menschenwürdiger Arbeit anzuwenden. Better Cotton hat berechnet, dass unser Beitrag zum Better Cotton Programm im Jahr 2025 schätzungsweise dazu beigetragen hat:
- 7 Millionen Liter Wasser einzusparen;
- den Einsatz von 23 kg Pestiziden zu vermeiden.
Better Cotton wird über ein Massenbilanzsystem bezogen. Das bedeutet, dass America Today Baumwolle über Better Cotton einkauft. Diese wird von den Landwirten angebaut und an Händler und Garnhersteller verkauft. Anschließend werden diese Baumwollfasern mit anderer Baumwolle vermischt. Better Cotton lässt sich daher nicht physisch bis zu den Endprodukten zurückverfolgen. Die Better Cotton Landwirte profitieren jedoch von der Nachfrage nach Better Cotton in Mengen, die unseren Einkaufsmengen entsprechen. Geschichten aus der Praxis findest du hier.
Im Jahr 2025 stammten 100 % unserer Baumwolle aus nachhaltiger Beschaffung. Davon entfielen 76 % auf die Better Cotton Initiative, 19 % auf Bio-Baumwolle und 5 % auf recycelte Baumwolle.
Recyceltes Polyester
- Recyceltes Polyester wird aus Abfallmaterialien wie Plastikflaschen, Kunststoffverpackungen oder Polyestertextilien hergestellt.
- Durch den Einsatz von recyceltem Polyester in unserer Kleidung werden bestehende Materialien erneut zu Fasern verarbeitet.
*Weitere Informationen zur Herstellung von Polyester und seinen Umweltauswirkungen findest du hier.
Recyceltes Nylon/Polyamid
- • Recyceltes Polyamid wird aus Abfällen anderer Polyamidprodukte hergestellt, zum Beispiel aus alten Fischernetzen und Industrieabfällen.
Bitte beachte: Recyceltes Nylon und recyceltes Polyamid sind dasselbe Material.
Recyceltes Acryl
- • Recyceltes Acryl wird aus Acrylabfällen hergestellt. Durch den Einsatz von recyceltem Acryl geben wir Acrylabfällen ein zweites Leben.
Recycelte Baumwolle
- Recycelte Baumwolle wird aus Baumwollproduktionsabfällen oder bereits verwendeten Baumwolltextilien hergestellt. Durch den Einsatz von recycelter Baumwolle geben wir bestehenden Baumwollfasern ein zweites Leben.
*Weitere Informationen zu den Umweltauswirkungen des Baumwollanbaus findest du hier.
LENZING™ ECOVERO™
- Viskosefaser der Marke LENZING™ ECOVERO™
- Hergestellt aus Holzzellstoff aus zertifizierten und kontrollierten Quellen.
- Die Herstellung von Viskosefasern der Marke LENZING™ ECOVERO™ verursacht im Vergleich zu konventioneller Viskose bis zu 50 % weniger Emissionen und wasserbezogene Umweltauswirkungen. Dieser Vergleich bezieht sich auf die Faserproduktion, nicht auf das gesamte Kleidungsstück, und basiert auf Ökobilanzdaten, die über Higg MSI Version 3.9.1 vom Dezember 2024 verfügbar sind.
Alle unsere LENZING™ ECOVERO™ Artikel verfügen über ein Zertifikat von LENZING™. Weitere Informationen über LENZING™ ECOVERO™ findest du hier.
Livaeco™ Viskose
- Livaeco™ Viskosefasern von Birla Cellulose. Livaeco™ Viskosefasern stammen aus FSC-zertifizierten Wäldern.
- Die Herstellung dieser Fasern verursacht im Vergleich zu konventioneller Viskose bis zu 55 % weniger Treibhausgasemissionen und verbraucht bis zu 60 % weniger Wasser, laut dem Higg Materials Sustainability Index (MSI) der Sustainable Apparel Coalition.
Livaeco™ Viskosefasern lassen sich mithilfe der Blockchain-Technologie entlang der gesamten Lieferkette zurückverfolgen. Weitere Informationen über Livaeco™ von Birla Cellulose findest du hier.
Leinen
- Leinen wird aus den Fasern der Flachspflanze hergestellt.
Tierische Materialien
Das Wohl der Tiere liegt uns am Herzen. Wir haben die Verwendung von Pelz, exotischen Häuten, Seide, Mohair, Angora und Kaschmir in unseren Kollektionen verboten. Außerdem stehen wir auf der Liste pelzfreier Händler von Bont voor Dieren und werden von der People for the Ethical Treatment of Animals (PETA) Foundation als Angora Free und Cashmere Free geführt.
Wir verwenden einen geringen Anteil an Wolle, Daunen und Leder in unseren Produkten (0,3 % Leder und 0,5 % Wolle im Jahr 2025) und sind uns der möglichen Risiken für das Tierwohl bewusst, die damit verbunden sind, wie etwa Mulesing bei der Wollproduktion. Um eine Zukunft ohne Mulesing zu unterstützen, haben wir den „Brand Letter of Intent“ von VIER PFOTEN unterzeichnet. Wir verwenden keine konventionellen Daunen. In einigen unserer Jacken verwenden wir recycelte Daunen, ein langlebiges Naturmaterial, dem wir gerne ein zweites Leben geben. Wir selbst sind nicht nach dem Responsible Wool Standard oder Standards für recycelte Materialien zertifiziert. Unsere direkten Lieferanten und ihre Lieferketten für diese Materialien sind jedoch entsprechend zertifiziert. Wir fordern diese Zertifikate an, um die Materialien zurückverfolgen zu können.
Unsere Tierschutzrichtlinie legt Anforderungen an die Behandlung, den Transport und die Schlachtung von Tieren fest und orientiert sich dabei am Fünf-Domänen-Modell des Tierwohls. Wir verlangen von unseren Geschäftspartnern, dass sie die geltenden Tierschutzgesetze und unsere zusätzlichen Einkaufsanforderungen einhalten.
Prozesse
Bei der Herstellung von Kleidung werden Chemikalien, Energie und Wasser eingesetzt. Wir streben an, den Wasser- und Energieverbrauch während der Produktion zu reduzieren und sorgfältig mit Chemikalien umzugehen.
Denim-Waschungen
Ein wichtiges Beispiel ist Denim. Die Herstellung dieses Materials birgt verschiedene Risiken, etwa einen hohen Wasser-, Chemikalien- und Energieverbrauch beim Waschprozess sowie das Risiko, dass schädliche Abfälle aus diesen Prozessen in Oberflächengewässer gelangen. Durch das Waschen erhalten Jeans die gewünschte Optik und Haptik. Seit 2018 untersuchen wir gemeinsam mit unseren Lieferanten, wie wir diese Waschprozesse anpassen können. Dabei nutzen wir die Environmental Impact Measuring Software (EIM) von Jeanologia. Sie bewertet den Wasch- und Veredelungsprozess in vier Bereichen: Wasserverbrauch, Energieverbrauch, Chemikalien und Gesundheit der Beschäftigten.
Eine „Low impact“-Bewertung nach EIM kann beispielsweise durch den Einsatz von recyceltem Wasser, Lasertechnologie anstelle von Chemikalien und energieeffizienten Maschinen erreicht werden. Die Bewertung bezieht sich auf den untersuchten Wasch- und Veredelungsprozess, nicht auf die Umweltauswirkungen der gesamten Jeans.
Einsatz von Chemikalien
Bei America Today stellen wir Anforderungen an das Vorhandensein und den Einsatz von Chemikalien. Deshalb teilen wir die Restricted Substances List (RSL) und die Manufacturing Restricted Substances List (MRSL) mit unseren Lieferanten. Darin ist festgelegt, welche Chemikalien innerhalb welcher Grenzwerte zulässig sind. Um die Einhaltung dieser Vorgaben sicherzustellen, testen wir unsere Produkte regelmäßig auf das Vorhandensein von Chemikalien. Außerdem besuchen wir Druckereien und Färbereien, um den Umgang mit Chemikalien zu bewerten und Verbesserungsmöglichkeiten zu ermitteln. Wir schulen auch regelmäßig unsere Mitarbeitenden, damit sie Risiken im Zusammenhang mit Chemikalien frühzeitig erkennen und geeignete Maßnahmen ergreifen können.
Newsletter
Melde Dich für den Newsletter an. Und erhalte sofort 10 % Rabatt auf deinen ersten Einkauf
Shoppen mit 10 Euro Rabatt
Nein danke