TRANSPARENZ UND VERANTWORTUNG IN DER LIEFERKETTE
Wir entwerfen und verkaufen unsere Kleidung selbst. Die Produktion übernehmen spezialisierte Lieferanten. Die Lieferkette für Kleidung umfasst viele Stationen, vom Baumwollbauern bis zur Fabrik, in der dein Lieblingsprodukt zusammengenäht wird. Um nachhaltiger zu arbeiten und unsere Auswirkungen zu verstehen, ist es wichtig, dass wir unsere Lieferkette kennen. Wir streben vollständige Transparenz in unserer Lieferkette an, bis hin zur Garnherstellung. Im Jahr 2025 hatten wir 90 % dieser Lieferkette erfasst.
Was haben wir bisher dafür getan? Wir haben zunächst unsere direkten Lieferanten erfasst und gehen jedes Jahr tiefer in die Lieferkette hinein. Dabei lernen wir unsere indirekten Geschäftspartner kennen, zum Beispiel Wäschereien und Textilhersteller. Die folgende Abbildung zeigt jeden Schritt (jede Stufe) der Lieferkette und den Anteil unserer Lieferanten, der uns bereits Informationen über die Fabriken auf diesen Stufen zur Verfügung gestellt hat.
Wie du siehst, haben wir bereits einen guten Einblick in unsere Lieferkette. Aber wir sind noch nicht am Ziel. Deshalb erweitern wir unser Wissen kontinuierlich. Der erste Schritt ist zu wissen, wo unsere Produkte hergestellt werden. So können wir die Produktionsstandorte kontrollieren und gemeinsam mit den Lieferanten an Verbesserungen arbeiten.
Wo werden unsere Produkte hergestellt?*
* auf Grundlage des Einkaufswerts im Jahr 2024
Vereinbarungen mit Lieferanten
America Today möchte faire und langfristige Beziehungen zu Lieferanten aufbauen. Wir möchten unsere Lieferanten dabei unterstützen, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem die Achtung der Menschenrechte und der Schutz der Umwelt im Mittelpunkt stehen. Wir wissen, dass unsere Einkaufspraktiken die Risiken in der Lieferkette beeinflussen können. Deshalb haben wir eigene Einkaufsgrundsätze festgelegt. Unser Einkaufsteam strebt an, nach diesen Grundsätzen zu arbeiten, um Risiken vorzubeugen und Lieferanten zu unterstützen. Unsere Werte und Standards sind in unserer Lieferantenerklärung zur sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit festgehalten. Diese Vereinbarung beschreibt unsere Anforderungen und Richtlinien für Lieferanten zu Themen wie Transparenz, dem Schutz der Rechte und der Sicherheit von Beschäftigten, verbotenen Chemikalien in Produktionsprozessen sowie bevorzugten und nicht zugelassenen Materialien. Unsere Einkaufsgrundsätze und der amfori BSCI-Verhaltenskodex sind Bestandteil dieses Dokuments. Alle unsere direkten Lieferanten haben diese Erklärung unterzeichnet.
Kontrolle der Fabriken
Wir besuchen alle unsere Nähbetriebe in Risikoländern mindestens einmal im Jahr, um uns selbst ein Bild von den Bedingungen in der Fabrik und der Qualität unserer Produkte zu machen. Unsere lokalen Einkaufs- und Qualitätsteams führen Inspektionen zu Arbeitsbedingungen, Sicherheit und Produktqualität durch.
Außerdem kontrollieren wir die Bedingungen bei unseren Lieferanten durch unabhängige Audits, hauptsächlich im Rahmen der amfori Business Social Compliance Initiative (BSCI), der wir 2013 beigetreten sind. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen der Branche können wir unsere Kräfte bündeln und mehr erreichen. Amfori BSCI ist eine unabhängige Organisation mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen in Produktionsketten weltweit zu verbessern. Eine unabhängige Prüfperson kontrolliert die gesamte Fabrik, spricht mit den Beschäftigten und prüft die Unterlagen. Ziel dieses Audits ist es, festzustellen, wo die Fabrik Verbesserungen vornehmen kann. Die BSCI-Audits finden zweimal im Jahr statt, mit einem oder mehreren Folgeaudits, abhängig vom festgestellten Verbesserungsbedarf. Weitere Informationen findest du bei amfori.
Wir versuchen, unsere Lieferanten bei Verbesserungen zu unterstützen, indem wir ihnen konstruktives Feedback zu ihren Verbesserungsplänen geben. Unsere Lieferanten können auch an BSCI-Schulungen teilnehmen, und wir arbeiten gemeinsam an Projekten zu bestimmten Themen (siehe zum Beispiel „Achtung der Menschenrechte“). So können wir unseren Lieferanten helfen, ihre Arbeitsbedingungen Schritt für Schritt zu verbessern. Derzeit werden alle Nähbetriebe, mit denen wir in Risikoländern zusammenarbeiten, über BSCI oder ein anderes anerkanntes, unabhängiges Sozialauditsystem kontrolliert. Dabei verlangen wir mindestens eine C-Bewertung im BSCI-System oder ein gleichwertiges Ergebnis.
Kontrolle von Fabriken mit Nassprozessen
Neben der Kontrolle der Produktionsfabriken möchten wir auch die Situation in Fabriken auf vorgelagerten Stufen der Lieferkette bewerten. Wir beginnen mit den Fabriken, in denen unsere Produkte gewaschen, gefärbt oder bedruckt werden. Dafür ist spezielles Wissen erforderlich, denn diese Fabriken arbeiten mit verschiedenen Verfahren, die den Stoffen ein schönes Aussehen verleihen, aber negative Auswirkungen auf die Umwelt oder die Menschen in der Fabrik haben können. Sie verbrauchen viel Energie, Wasser und Chemikalien. Im Jahr 2021 haben unsere Kolleginnen und Kollegen aus den lokalen Einkaufsteams Schulungen zu den Risiken dieser Prozesse und zu den Fragen erhalten, die sie den Fabriken stellen können. So können wir gemeinsam mit unseren Lieferanten Verbesserungen umsetzen.